Fersensporn

Als Fersensporn bezeichnet man einen spornartigen, nach sohlenwärts gerichteten Knochenanbau am Fersenbein. Hierbei handelt es sich um eine verschleißbedingte Erkrankung, deren Ursache eine erhöhte Druck- und Zugbelastung im Bereich des Fußgewölbes und des Fersenbeines darstellen. Durch Umbauprozesse der Fußsehnen bildet sich der Fersensporn, der durch seine Druckbelastung zu einer schmerzhaften Entzündungsreaktion des Gewebes führen kann.

 

Der Fersensporn führt typischer Weise zu morgendlichen Anlaufschmerzen unter der Ferse. Häufig kommt es im Tagesverlauf zu einer Besserung der Beschwerden. Je nach Ausprägung des Fersensporns kann der meist stechende, gelegentlich auch brennende Schmerz erst nach längerer Belastung oder perrmanent auftreten.

 

Zur Diagnose des Fersenspornes kommt der fachorthopädischen Untersuchung sowie der Krankengeschichte die größte Bedeutung zu. Eine Röntgenaufnahme des Fersenbeines sowie eine Ultraschalluntersuchung und ggf. eine MRT (Kernspintomographie) führen zur Diagnosesicherung.

 

 

 

Zur Behandlung des Fersensporns kommen folgende nicht-operative Maßnahmen zur Anwendung:

 

Einlagenversorgung (Locheinlagen / Geleinlagen) Pedographie,

Veränderung des Schuhwerkes,

Behandlung mit lokalen Injektionen,

Stoßwellentherapie,

Akupunktur.

 

Bei therapieresistenten Beschwerden kann die operative Therapie des Fersensporns erfolgversprechend sein.

 

Die operative Entfernung des Fersensporns wird jedoch nur vorgenommen, wenn die Größe des Fersensporns sehr ausgeprägt ist. In den meisten Fällen führt die Zugentlastung des Fersenbeines durch eine Einkerbung oder Ablösung der Plantaraponeurose (Sehnenplatte der Fußsohle) zur Beschwerdefreiheit.

^