Hallux Valgus

Der „Schmerzhafter Vorfußballen“ (Hallux valgus) stellt die häufigste Zehendeformität beim Menschen dar. Er tritt meist in Verbindung mit Spreizfüßen auf und wird durch das Tragen zu engen Schuhwerkes mit Absätzen in der Ausbildung gefördert. Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Neben rein kosmetischen Problemen kommt es zu Schmerzen an der Basis der Großzehe, wo das Köpfchen des ersten Mittelfußknochens an der Innenseite hervorspringt. Durch mechanische Reizungen an dieser Stelle können Entzündungen Schwellungen sowie Schleimbeutelentzündungen auftreten.

 

 

Bei leichter Hallux valgus –Fehlstellung der Großzehe im Grundgelenk kann ein alleiniger Weichteileingriff in der Technik nach McBride zur operativen Therapie ausreichen. Hierbei wird die Sehne des Musculus adductus hallucis (Anspreizer der Großzehe) versetzt. Durch den geänderten Muskelzug wird die Großzehe nachfolgend in regelrechter Stellung im Großzehengrundgelenk gehalten.

 

 

Zur Therapie von mittel bis stark ausgeprägten Hallux valgus-Deformitäten eignen sich die Umstellungsosteotomie in Chevron- Technik sowie in Scarf-Technik. Bei beiden Verfahren wird über einen Hautschnitt auf der Innenseite des Großzehengrundgelenkes der 1. Mittelfußknochen teilweise freigelegt. Durch gezielte Sägeschnitte wird die Position des Kopfes des 1. Mittelfußkochens im Großzehengrundgelenk so verändert, das die natürliche Gelenkstellung wieder hergestellt wird. Durch eine bzw. zwei Spezialschrauben wird die erreichte Positionierung des Kopfes des Mittelfußknochens fixiert.

 

 

Im Anschluss an die vorgenommene Umstellungsosteotomie ist die Entlastung des Großzehengrundgelenkes für 6 Wochen erforderlich. Hierfür wird in unserer Praxis ein spezieller Vorfußentlastungsschuh angepasst, der ein beschwerdefreies Laufen ohne Gehstützen ermöglicht.

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