Hüftprothese

Im Anfangsstadium einer Coxarthrose können konservative Behandlungsstrategien zu einer deutlichen Beschwerdelinderung führen.

 

Hierzu zählen unter anderem

  • Behandlung mit Injektionen (Cortison, Hyaluronsäure)
  • Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente
  • Krankengymnastik
  • Ultraschallbehandlung
  • Magnetfeldtherapie
  • Veränderung des Schuhwerks / Pedographie
  • Änderung der Lebensgewohnheiten

 

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Abbauprozess des Gelenkknorpels zu verlangsamen oder zu stoppen, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und damit die Lebensqualität zu verbessern. Der bereits vorliegende Knorpelschaden selbst kann gegenwärtig durch keine Therapie wieder rückgängig gemacht werden.

 

Sollten diese Maßnahmen keine ausreichende Beschwerdelinderung erzielen oder liegt ein fortgeschrittener Verschleiß des Hüftgelenkes (Coxarthrose) vor, besteht die Indikation für das Einsetzen einer Hüftgelenks-Total-Endoprothese (Hüft-TEP).

 

Bei nur geringem Verschleiß des Hüftgelenkes im Alter unter 40 Jahren wird jedoch zuerst überprüft, ob ein gelenkerhaltender Eingriff am Hüftgelenk nicht erfolgversprechend ist und ggf. die spätere Implantation einer Hüft-TEP verhindern oder zumindest deutlich hinauszögern kann.

 

 

Bei einem künstlichen Ersatz des Hüftgelenkes stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Insbesondere unterscheidet man zwischen zementfreien Implantation und einer zementierten Implantation einer Hüft-TEP. Bei guter Knochenqualität empfiehlt sich die zementfreie Implantation, bei Patienten mit sehr geringerer Knochendichte ist die Implantation einer zementierten Hüft-TEP vorteilhaft.

 

Zur Beurteilung der Knochenqualität empfehlen wir im Zweifelsfall vor der Implantation einer zementfreien Hüft-TEP eine Knochendichtemessung (DEXA-Messung).

 

Bei den bereits seit Jahren etablierten zementfreien und zementierten Hüftgelenks-Total-Endoprothesen konnte in großen Studien (Schweden-Studie) eine komplikationslose Lebensdauer von über 20 Jahren beobachtet werden. Da es sich hierbei jedoch um Durchschnittswerte handelt, sind sowohl längere als auch kürzere Lebenszeiten einer Hüft-TEP möglich. Wir verwenden auf Grund der in größeren Studien festgestellten geringen Lockerungsraten die Hüft-TEP Modelle Zweymüller sowie Exia.

 

Gerade bei jüngeren Patienten mit hohem Aktivitätsniveau und längerer Beanspruchungsdauer der Prothese kann eine Wechseloperation notwendig werden.

 

Aus diesem Grunde sollte bei einem Alter unter 50 Jahren und guter Knochenqualität die Implantation einer Kurzschaftprothese in Erwägung gezogen werden. Hierbei handelt es sich um spezielle Implantate, die bei einer möglichen Wechseloperation ein knochensparendes Vorgehen und damit für den Patienten bessere Langzeitverläufe möglich machen.

 

Die von uns implantierte Kurzschaftprothese Typ Metha zeigt in der gegenwärtigen Studienlage ebenfalls gute Überlebensraten.

 

 

Alle Prothesemodelle können über einen minimalinvasiven Zugang durch einen kurzen Hautschnitt an der Oberschenkelaussenseite implantiert werden.

 

(Bild Hautschnitt)

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