Knochendichtemessung

Osteoporosemessungen (DEXA)

 

Bei der Osteoporose handelt es sich um einen krankhaften Knochenschwund, der den organischen Anteil und den Mineralanteil des Knochens gleichermaßen betrifft. Zwar reduziert sich die Knochenmasse auch im Rahmen den ganz normalen Alterungsprozesses auf bis zu 60% des Knochenbestandes eines 30jährigen, doch wird der zeitliche Ablauf der Knochenmassenreduktion bei der Osteoporose drastisch verkürzt. Durch die rasche Verminderung der Knochenmasse kommt es zu einer deutlichen Schwächung des Knochens, so dass dieser den mechanischen Belastungen des täglichen Lebens nicht mehr widerstehen kann und es zu spontanen Knochenbrüchen kommt. Aber auch ohne Knochenbrüche können im Rahmen der Osteoporose Beschwerden auftreten, da durch die Abnahme der Knochenmasse die Statik der Wirbelsäule und der Extremitäten verändert wird und dies zu einer Fehlbelastung mit entsprechender Schmerzsymptomatik führt.

 

Im Röntgenbild kann die Osteoporose erst bei einer Abnahme der Knochendichte von mehr als 30% erkannt werden. Aus diesem Grunde wurden verschiedene Verfahren der Knochendichtemessung zur Früherkennung und objektiven Beurteilung einer Osteoporose im Rahmen vieler wissenschaftlicher Untersuchungen entwickelt. Die von uns verwendete Beurteilung der Knochendichte mittels DEXA (Dual Energy X-ray Absorptiometry)-Messung stellt die bislang am besten untersuchte Methode dar. Die DEXA-Messung wir zur Zeit auch als einzige diagnostische Messung im Rahmen der Osteoporoseklassifizierung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) anerkannt.

 

Die Knochendichtemessung mit DEXA, wie sie bei uns durchgeführt wird, ermöglicht eine frühzeitige Diagnose der Osteoporose, noch bevor es zu einem spontanen Knochenbruch z.B. im Bereich der Wirbelsäule kommt. Bei der DEXA-Messung lässt sich der Mineralgehalt des Knochens mittels Röntgentechnik bei äußerst niedriger Strahlenbelastung bestimmen. Aufgrund der niedrigen Strahlenbelastung kann die Messung gefahrlos wiederholt werden. Bei Personen mit erhöhtem Osteoporoserisiko wird die Überprüfung der Knochendichte mittels DEXA-Messung im Bereich der Wirbelsäule und des Schenkelhalses in zweijährigem Abstand empfohlen.

 

Die Beurteilung der Knochendichte bzw. der Knochenbrüchigkeit erfolgt anhand des so genannten T-Wertes. Dieser T-Wert errechnet sich als Differenz des gemessenen Patientenwertes vom Mittelwert gesunder junger Erwachsener. Je negativer der T-Wert ist, desto geringer ist der Mineralgehalt des Knochens und desto höher ist das Risiko einen Knochenbruch zu erleiden. Eine Osteoporose liegt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedoch erst bei einem T-Wert kleiner als -2,5 vor. Bei einem Wert zwischen -1 und -2,5 spricht man von einer erniedrigten Knochenmasse (Osteopenie), ein T-Wert über -1 gilt als normal.

 

Die Knochendichtemessung liefert zwar keine absolut verlässliche Einschätzung des bestehenden Knochenbruchrisikos, sie ermöglicht jedoch eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapieeinleitung. Durch eine rechtzeitig eingeleitete medikamentöse Behandlung lässt sich heutzutage das Fortschreiten der Osteoporose aufhalten und die Gefahr eines Knochenbruches mindern.

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