Kreuzband

Die häufigste Bandverletzung des Kniegelenkes stellt die Läsion des vorderen Kreuzbandes dar. Der Riss des  vorderen Kreuzbandes wird in den meisten Fällen im Rahmen eines Unfallereignisses deutlich verspürt. Im Anschluss an solch ein Ereignis tritt in der Regel ein blutiger Gelenkerguß (Hämarthros) auf. Schmerzen und das Gefühl der Kniegelenkinstabilität (Giving way) sind weitere typische Symptome.

Nach dem heutigen medizinischen Kenntnisstand ist man sich einig, dass der Kreuzbandschaden beim aktiven Patienten durch eine alleinige konservative Behandlung mit Muskelaufbautraining nicht ausgeglichen werden kann. Es kommt vielmehr darauf an, die durch die Kreuzbandruptur verloren gegangene Stabilität des Kniegelenkes durch eine Kreuzbandplastik wiederherzustellen. Weitere Schäden wie Meniskusrisse oder Knorpelschäden bis hin zur Arthrose können sonst die Folge sein.

 

Kreuzbandriss

 

Zur Kreuzbandrekonstruktion verwende ich körpereigenes Sehnenmaterial der Semitendinosussehne oder Quadriceps- bzw. der Patellasehne. Die Operation ist arthroskopisch  mit einem zusätzlichen kleinen Schnitt am oberen Schienbein durchzuführen. Fixiert wird das neue Kreuzband in den meisten Fällen mit resorbierbaren (sich selbst auflösenden) Stiften oder Schrauben, weiter Operationen zur Materialentfernung sind somit nicht notwendig.

 

Kreuzbandtransplantat

 

Gehstützen werden für etwa 10 Tage benötigt, eine Knieschiene sollte 6-8 Wochen getragen werden. Leichter Sport kann frühesten 3 Monate nach OP begonnen werden, die volle Sportfähigkeit wird in der Regel nach etwa 6 Monaten erreicht.

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